6 einfache Tipps für mehr Klimaschutz im Alltag

Tipps für mehr Klimaschutz im Alltag

„Wir haben im Moment wirklich wichtigere Probleme als den Klimawandel!“ Diesen oder ähnliche Sätze habe ich die letzten Wochen öfter gehört. Ihr auch? In Zeiten von Corona scheint das Thema Klimaschutz plötzlich irgendwie nicht mehr dringend genug zu sein. Deutschland diskutiert leidenschaftlich über den Sinn und Unsinn von Lockerungsmaßnahmen, die Menschen arbeiten von Zuhause aus, in Kurzarbeit oder haben Angst ihren Job zu verlieren und unsere Wirtschaft scheint völlig außer Kontrolle geraten. Wer macht sich da schon Gedanken ums Klima?

Coronavirus sticht Klimaschutz.

Zumindest was die mediale Aufmerksamkeit anbelangt. Leider! Dabei wäre es gerade JETZT wichtiger denn je sich Gedanken um die Zukunft zu machen. Mit oder ohne Coronavirus – der Klimawandel und das massive Artensterben bedrohen das Leben wie wir es kennen. Auf dem gesamten Planeten. Immer noch, und unverändert. Und das Wasser steht uns buchstäblich bis zum Hals.

March on or Swim later!

Wir brauchen Perspektiven und Strategien für ein Wirtschaften ohne Wachstumszwang. Für ein Umdenken beim Konsum und wir brauchen Systeme, die in Kreisläufen funktionieren statt in Einbahnstraßen. Schaffen wir diesen Wandel? Ich weiß es nicht. Eines steht aber definitiv fest: Wir alle sind Teil der Veränderung, und wir müssen sie einfordern und leben. Jeden einzelnen Tag! Und genau deshalb kommen hier ein paar einfache Tipps für mehr Klimaschutz in eurem Alltag.

6 mal Klimaschutz leicht gemacht.

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Mehr Klimaschutz im Alltag mit Ökostrom

#1 Klimaschutz mit Ökostrom

Ein ziemlich einfacher erster Schritt hin zu mehr Klimaschutz im Alltag ist die Wahl von Ökostrom. Und mit der Wahl unseres Stromanbieters können wir nicht nur entscheiden, woher der Strom aus unseren Steckdosen stammt. Wir können auch die Risiken für Umwelt und Gesundheit mitbestimmen. Hinter einigen Energiequellen stecken nämlich riesige Mengen an Treibhausgasen, die Vernichtung von Lebensräumen und das unberechenbare Risiko einer atomaren Katastrophe. Entweder akut oder bei der Endlagerung des Atommülls. Für unseren Planeten ist es also alles andere als trivial, ob unser Strom aus Atomkraft, Kohlekraftwerken oder aus Sonnenenergie, Wind- oder Wasserkraft gewonnen wird.

Tipp: Die Umstellung auf echten Ökostrom ist weder kompliziert noch teuer, wenn man weiß, wo man suchen soll. Hier findet ihr die besten ÖkostromAnbieter auf einen Blick.

Mehr Klimaschutz im Alltag mit Mobiltät aus eigener Kraft

#2 Klima schonen mit Mobilität aus eigener Kraft

Wir Menschen sind ständig unterwegs und bewegen uns von A nach B. Beim Thema Mobilität ist fürs Klima jedoch das Wie entscheidend, und dafür gibt es ein paar einfache Faustregeln:

  • Je mehr Bewegung aus eigener Kraft, desto besser
  • Mehr öffentliche Verkehrsmittel als den Individualverkehr nutzen
  • Grundsätzlich gilt, je mehr Menschen sich ein Verkehrsmittel teilen, umso besser
  • Reisen mit dem Flugzeug oder Schiff und hohem CO2-Ausstoß möglichst vermeiden

Wer es schafft sich (zumindest meistens) an diesem Rahmen zu orientieren, der schont das Klima und startet seine eigenen kleine Verkehrswende bereits heute. Für weniger Staus, Lärm und Abgase.

Tipp: Viele Städte und Kommunen bieten spannende Förderprogramme zum Beispiel für Elektro- und Lastenfahrräder an (siehe Stadt München). So wird eure persönliche Mobilitätswende gefördert und finanziell belohnt.

Mehr Klimaschutz im Alltag mit nachhaltiger und ökologischer Ernährung

#3 Klimaschutz mit nachhaltiger und ökologischer Ernährung

Klimaschonende Ernährung? Und was hat unsere Ernährung überhaupt mit dem Klimawandel zu tun? Das ist tatsächlich gar nicht so kompliziert, wie es sich anhört. Alles, was wir essen muss zuerst angebaut und geerntet, gefüttert und geschlachtet, transportiert, gelagert und eventuell noch weiterverarbeitet werden bis wir es schließlich im Laden kaufen können. Danach bewahren wir unsere Nahrungsmittel weiter auf, kühlen sie, bereiten sie zu und schlimmstenfalls werfen wir sie nach diesem ganzen Energieaufwand achtlos in den Müll.

Unser Essen kostet Fläche, Energie und Treibhausgase, und es entspricht unglaublichen 20% unseres CO²-Fußabdrucks (Quelle). Verrückt, oder? Mit einigen einfachen Veränderungen können wir uns jedoch leicht klimaschonender ernähren.

  • Wenig (oder keine) tierische Lebensmittel,
  • Regional und saisonal einkaufen
  • Möglichst unverarbeitete Lebensmittel
  • Kein Essen wegwerfen

Tipp: Der Verein Foodsharing bietet euch viele Möglichkeiten wertvolle Lebensmittel vor der Tonne zu retten. Entweder als aktiver Lebensmittelretter oder durch die Nutzung seiner Fairteiler. Und auch die grüne Smartphone-App „To Good To Go“ hilft euch aktiv zu werden gegen die täglich Lebensmittelverschwendung.

Mehr Klimaschutz im Alltag mit weniger Konsum

#4 Klimaschutz mit weniger Konsum

Auf meinem Nachhaltigkeitsblog livelifegreen begleitet euch ein Gedanke nahezu überall – Weniger ist mehr. Und gerade beim Konsum von Kleidung, Möbeln, Haushaltsgegenständen und ähnlichem lässt sich diese Idee ganz wunderbar umsetzen. Das freut nicht nur den Minimalisten in euch, sondern auch Geldbeutel und Klima, denn wenn wir weniger Neues kaufen schonen wir Ressourcen und produzieren weniger Treibhausgase durch Herstellungsprozesse, Transporte und Co.. Weniger Konsum klingt also ziemlich sinnvoll, oder? Und so kann es funktionieren:

  • vor dem Kaufen erst mal drüber schlafen
  • vor dem Kaufen erst mal in den Kleiderschrank schauen
  • Leihen und verleihen statt kaufen
  • Tauschen statt neu kaufen
  • Gebraucht statt neu kaufen
  • Reparieren statt neu kaufen

Tipp: Bestellt am besten heute noch eure Werbenewsletter ab. So geratet ihr garantiert weniger in Konsumversuchung durch bunte Werbebilder.

#5 Gemeinschaftliches Engagement für gutes Klima

Auch beim Klimaschutz geht es zusammen immer leichter als alleine, und gemeinsam mit anderen vereinen sich unsere Stimmen zu einem lauten und unüberhörbaren Chor. Laut werden für’s Klima klappt aber nicht nur bei den wöchentlichen fridaysforfuture-Demonstrationen. Gemeint ist hier ebenso die Diskussion mit Freunden und Nachbarn, Aktivität in den sozialen Medien, das Engagement im örtlichen Umweltschutzverband oder politische Arbeit. All das stärkt unsere Demokratie und hilft aktiv den Klimaschutz als wichtiges Thema weiter in unsere Gesellschaft zu tragen.

Tipp: Zu Coronazeiten ist Demonstrieren schwierig geworden. Nutzt eure Stimme doch auch im Netz zum Beispiel beim #netzstreikfürsklima. Platziert eure Botschaft einfach am Fenster, am Fahrrad oder haltet euer Plakat in den Händen, macht ein Foto und postet es in den sozialen Netzwerken mit dem Hashtag.

#6 Klimaschutz mit starken Partnern

Ein kompetenter und professioneller Partner kann unseren eigenen Einsatz für den Klimaschutz um ein Vielfaches potenzieren. War euch das bewusst? So wird zum Beispiel unser Erspartes bei einer Ökobank in nachhaltige Projekte investiert, der gemeinwohlorientierte Ökostromanbieter finanziert mit eurem Mitgliedsbeitrag auch die globale Energiewende mit und die klimaneutrale Krankenkasse setzt sich für Artenvielfalt und Mobilitätswende ein. So bewegt unser Geld plötzlich richtig große Hebel und fairändert die Welt zum Positiven. Ist das nicht toll?

Tipp: Wäre es nicht schön, wenn sich alle Unternehmen am Gemeinwohl orientieren würden? Mehr zu dem Konzept und alle Mitglieder findet ihr hier.

Corona vergeht, der Klimawandel wird leider bleiben.

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