Gebrauchtes schenken? Ist gelebte Nachhaltigkeit

Gebrauchtes schenken - Sag JA zum Secondhand-Geschenk

Schenken gehört zu Weihnachten wie der Weihnachtsbaum und der Adventskalender. Und genau SO, wie wir den obligatorischen Tannenbaum in einen DIY-Christbaum verwandeln und den gekauften Kalender durch einen minimalistischen Adventskalender aus Holz ersetzen können, so ist es auch möglich unsere Art des Schenkens zu hinterfragen. Wusstet ihr, dass wir Deutschen im Schnitt rund 270 € für Weihnachtsgeschenke ausgeben (Quelle GfK)? Wohlgemerkt pro Kopf! Als ich diese Summe das erste Mal gehört habe dachte ich, das muss ein Tippfehler sein. Ist es nicht.

In der Weihnachtszeit konsumieren wir als gäbe es kein morgen!

 

Wir kaufen Dinge die wir nicht brauchen

mit Geld, das wir nicht haben

um Menschen zu beeindrucken, die wir nicht mögen.

(Walter Slezan)

 

Ein Zitat, das beim Schenken ziemlich oft passt wie ich finde. Was meint ihr? Oder habt ihr noch nie eines dieser berüchtigten Verlegenheits-Geschenke gekauft? Ganz auf die Schnelle, einfach nur um nicht mit leeren Händen dazustehen? Das dachte ich mir, ich nämlich auch. Und warum das alles?

Bedeutet Schenken denn immer automatisch Konsum?

Anscheinend ja. Leider. Und für unser Klima ist dieser Konsumrausch alles andere als förderlich. All die neuen Bücher, Accessoires, Puppen, Spielzeugautos, Puzzle, Pullover und Co. kosten viel mehr als nur Geld. Sie kosten Rohstoffe und Unmengen an Energie, die für ihre Herstellung, den Transport und die Lagerung verbraucht werden. Dazu kommen dann noch die Logistikunternehmen, deren chronisch unterbezahlte Mitarbeiter unsere Pakete quer durchs Land fahren. Und unsere Retouren am Ende oftmals auch wieder zurück. Macht das alles überhaupt noch Sinn?

Eigentlich geht es doch beim Schenken nur darum anderen eine echte Freude zu machen, oder?

Zumindest sollte das so sein. Vor allem aber sollte Schenken nicht ohne Rücksicht auf Verluste geschehen. Und nachhaltig und klimaschonend zu schenken ist gar nicht schwer.

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Zum Einen schlicht mit weniger ist mehr, und mit wunderbaren Geschenkideen ganz ohne Konsum. Und zum Anderen mit gebrauchten Geschenken. Ja, ihr habt richtig gehört. Bei uns zu Hause liegt nämlich regelmäßig Gebrauchtes unterm Weihnachtsbaum. Warum auch nicht? Dazu stöbern wir auf Flohmärkten und durchforsten begeistert die Kleinanzeigen. Tatsächlich werdet ihr erstaunt sein, was man da alles finden kann. Gerade für Kleidung und Spielzeug ist der Secondhand-Bereich ein Schlaraffenland. Man muss nur das Tabu brechen, dass ein Geschenk immer neu sein muss.

Secondhand-Geschenke sind aktiver Klimaschutz und gelebte Nachhaltigkeit.

Und sie stehen Neuem in nichts nach. Kleidung kann man waschen und Gebrauchsgegenstände kann man sauber machen. Alles kein Problem. Und ich wette mit euch, dass sich eure Kinder nicht weniger über das neue Puppenbett, das Hüpfpferd oder die Ritterburg freuen werden, nur weil sie bereits in einem anderen Kinderzimmer standen. Und eure Freundin wird die hübsche Vase nicht weniger schön finden, nur weil sie aus den 70ern stammt, oder? Dinge wertzuschätzen heißt sie möglichst lange zu benutzen und weiterzugeben, wenn wir selbst sie nicht mehr benötigen. Was nützt schon Geschirr, dass auf dem Dachboden verstaubt? Und genau SO kann dann ein wunderbarer neuer Kreislauf entstehen, und wir beginnen langsam aus dem Immer-Schneller-Immer-Mehr auszubrechen. Denn

Gebrauchtes zu schenken ist ein wichtiger Baustein zur Konsumwende.

Und das gilt nicht nur zu Weihnachten.

Und weil dieser Beitrag Teil unserer Klima-Advent Reihe ist, gibt es bei MamaDenkt heute ihre Gedanken zum Thema Secondhand-Geschenke.

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