DIY-Weihnachtsbaum aus Holz und Ästen

Nachhaltiger DIY-Weihnachtsbaum aus Holz und Ästen

Was wäre wohl das Weihnachtsfest ohne klassischen Tannenbaum? Vielleicht sogar viel schöner, wer weiß? Einem kleinen Baum im Wohnzimmer langsam beim Sterben zuzusehen ist ja eigentlich weder prickelnd, noch nachhaltig, oder? Und genau deshalb bauen wir unseren Christbaum dieses Jahr einfach selbst. Einen DIY-Weihnachtsbaum aus Treibholz und Ästen, die wir gemeinsam am Flussufer und im Wald gesammelt haben. Warum?

Jahr für Jahr hadern wir mehr mit unserem Weihnachtsbaum, der ist nämlich meist alles andere als grün.

Egal, ob selbstgeschlagen aus der Region oder ökologischer Bio-Baum. Tatsache bleibt nun mal, dass Millionen von gesunden Bäumchen jedes Jahr für Deko-Zwecke sterben müssen. Und selbst, wenn man seinen Weihnachtsbaum mit dem allergrößten Respekt behandelt und ihn an seinem Lebensende sogar noch als Tannennadel-Erkältungsbad nutzt, echte Nachhaltigkeit sieht leider anders aus.

Jeder Baum ist kostbar und sichert unser Überleben als kleiner, grüner Klimaschützer.

Und MamaDenkt und ich, aka livelifegreen, wollen euch zum Andersmachen inspirieren. Mit unseren Ideen und Anleitungen für euren DIY-Weihnachtsbaum leiten wir heute hochoffiziell  den Klima-Advent ein (hier geht’s zu Rachel’s Baum). Denn,

Warum normal, wenn es auch kreativ, extravagant UND klimaschonend geht?

Nachhaltiger DIY-Weihnachtsbaum aus Holz und Ästen fertig geschmückt

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Und das braucht ihr für euren DIY-Weihnachtsbaum:

-Arbeitszeit max. 2 Stunden-

  • trockenes (Treib)Holz und Äste; ca. 25 Stück, max. 100 cm Länge, 3-4 cm Durchmesser;
  • einen dickerer Ast für den Stamm; min. 20 cm Länge, ca. 5 cm Durchmesser;
  • Gewindestange; 100 cm Länge, 8 mm Durchmesser;
  • Säge
  • Bohrmaschine mit 8 mm Holzbohrer
  • 4 Muttern (Innengewinde 8 mm)
  • 2 Beilagscheiben (Innen 8 mm, Gesamtdurchmesser 2 cm)
  • evtl. Grundplatte für den Sockel (Baumscheibe, alten Holz/Bambusteller, altes Schneidebrett)

 

Und los geht es mit den Ästen.

Zuerst sortiert ihr eure Fundstücke grob der Länge nach um einen ersten Überblick zu bekommen. Bei unserem Bäumchen haben die untersten Äste eine Länge von ca. 100 cm, in die Mitte sind sie ca. 65 cm lang und an der Spitze knapp 10 cm. Und wir haben insgesamt 23 Äste verbraucht.

Sägt nun euer Holz so zu, dass ihr am Ende einen schönen Winkel für euren DIY-Weihnachtsbaum bekommt. Sprich, dass sich euer Baum nach obenhin gleichmäßig verjüngt. Nun braucht noch jeder Ast in der Mitte ein Loch und schon seid ihr bereit für Schritt 2.

DIY-Weihnachtsbaum aus Holz und Ästen Treibholz vorbereiten sägen und bohren

Unser DIY-Weihnachtsbaum bekommt Holzscheiben als Platzhalter und Zwischenstücke.

Bei vielen Anleitungen aus dem Netz fehlt dieser Schritt. Wir haben uns für Zwischenstücke, also kleine Holzscheiben zwischen den langen Ästen, entschieden, weil die unregelmäßigen Äste so mehr Spiel und Bewegungsfreiheit bekommen. Auf diese Weise lässt sich der Baum später problemlos in alle Richtungen drehen.

Nehmt euch ein Holz, sägt es in ca. 2-3 cm dicke Stücke und bohrt in alle Astscheiben mittig ein Loch zum Auffädeln. Für den „Baumstamm“ braucht ihr ein dickeres Holzstück mit ca. 20 cm Länge, das ebenfalls in der Mitte der Länge nach durchbohrt wird. Ist euer Holzbohrer für ein 20 cm langes Loch zu kurz, so bohrt zunächst von einer Seite so tief es geht und macht den Rest von der gegenüberliegenden Seite aus. Keine Sorge! Das klappt schon ;-)…

DIY-Weihnachtsbaum: Zwischenstücke sägenDIY-Weihnachtsbaum: Zwischenstücke bohren

Jetzt kann schon gefädelt werden.

Schnappt euch die Gewindestange und fädelt nun abwechslungsweise einen Ast und eine Scheibe auf. ACHTUNG! Am unteren Ende solltet ihr unterhalb des langen Stammstückes ca. 3-4 cm für den Sockel einplanen und frei lassen*.

Merkt ihr was? Langsam aber sicher entsteht Stück für Stück euer DIY-Weihnachtsbaum und die Gewindestange verschwindet unter hübschem Holz. Die beiden Baumenden werden nun jeweils mit einer Mutter fixiert, so dass nichts mehr verrutschen kann.

DIY-Weihnachtsbaum aus Holz und Ästen zusammen bauen

Zeit für den Sockel.

Hier habe ich zwei Varianten für euch. Variante 1 ist mega simpel. Euer kleines Bäumchen ist mit den Mutter oben und unten fixiert? Dann könnt ihr einfach das lange Stammstück in euren Christbaumständer einspannen und TaDAAA! Schon fertig. Euer DIY-Weihnachtsbaum steht und kann geschmückt werden. * Für Variante 1 braucht ihr übrigens die Extra-Zentimeter am Ende nicht.

Die sind nur für Variante 2 nötig, denn hier muss zusätzliche eine Grundplatte von ca. 30 cm Durchmesser an der Gewindestange befestigt werden. Ob eure Platte übrigens rund oder eckig ist spielt keine Rolle. Hauptsache groß genug, dass unser Baum am Ende auch sicher steht. Wir haben als Grundplatte einen alten Bambusteller vom Flohmarkt benutzt. Einfach einmal in der Mitte durchbohren und mit den Beilagscheiben und Muttern (siehe Bilder) fixieren. Sollte euer Baum noch etwas schief sein, schnappt euch einen Schraubenschlüssel und zieht die Muttern vorsichtig fest. So richtet sich euer neuer selbstgebauter Christbaum langsam auf.

DIY-Weihnachtsbaum aus Holz und Ästen Sockel

Toll, oder? Wir sind fertig! Unser Weihnachtsbaum steht und kann jetzt nach Herzenslust im Wohnzimmer geschmückt werden. Und solltet ihr beim Bauen irgendwelche Fragen oder Probleme habe, dann meldet euch gerne bei mir.

Viel Spaß beim Bauen, einen wunderbaren Klima-Advent und

Merry green christmas!

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Pinterest-Pin: DIY-Weihnachtsbaum aus Holz und Ästen

5 Kommentare bei „DIY-Weihnachtsbaum aus Holz und Ästen“

  1. Hi Alex, Super Sache! Erinnert mich an unseren Baum aus alten Palettenbrettern letztes Jahr in Spanien… Jetzt, wo wir wieder ein richtiges Zuhause haben, fanden wir eine andere, ebenfalls recht nachhaltige Lösung für das Weihnachtsbaumproblem: Wir haben uns nämlich eine kleine Zimmertanne gekauft. Die wächst nun jedes Jahr mit und spendet uns auch den Rest des Jahres über Grünes Glück in der Wohnung. Von mal zu mal wird auch etwas mehr von unserem Schmuck dran passen. Bei guter Pflege wird das Bäumlein über zwei Meter hoch, mal sehen, wann es soweit sein wird, bis wir einen derart stattlichen Christbaum haben werden
    VLG aus dem Allgäu, Jitka

    1. Alexandra Achenbach sagt: Antworten

      Hallo liebe Jitka :-D!
      Schön, dass es dir gefällt. Wir freuen uns auch über unser neues Bäumchen. Dieses Projekt war ECHT schon überfällig!
      Ein lebender Baum ist natürlich auch gut ;-). Bis grade wusste ich noch gar nicht, dass es eine Zimmertanne gibt.
      Wir haben es vorletztes Jahr mit einem kleinen Tannenbaum versucht, nur leider hat er nicht lange überlebt. Tatsächlich muss man da beim Kauf darauf achten, dass er genug Wurzeln hat um überlebensfähig zu sein. Viele haben das nämlich nicht und sterben dann recht schnell ab. Und so ohne Garten macht das für den Balkon leider keinen Sinn… zumindest für uns. Wir sind zu schlecht mit Gießen ;-).

      Allerliebste Grüße ins Allgäu
      Alex

    2. Hallo Jitka,
      darf ich fragen,woher ihr die Zimmertanne habt und ob sie besondere Ansprüche hat?
      Danke!
      LG aus dem Saarland,
      Monika

      1. Liebe Monika, den Baum haben wir im Baumarkt gekauft für 25 Euro. Im Moment ist er so 80cm hoch, würde ich sagen. Meine Eltern hatten auch jahrelang so eine Zimmertanne. Besonders empfindlich ist die wohl eigentlich nicht. Und den perfekten Biodünger haben wir aus unserer Wurmbox *hihi*
        LG Jitka

  2. […] handelt, könnt ihr die Nadeln auch als Badezusatz verwenden. Ich schau jetzt mal bei Alex auf den Blog. Mal sehen, wie ihr Projekt “Weihnachtsbaum selber basteln” verlaufen […]

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