Corona – Nachhaltig und solidarisch leben in Krisenzeiten der Virus-Pandemie

Was für verrückte Zeiten in denen wir gerade leben, oder? Noch vor ein paar Wochen hatten wohl die meisten von uns das Gefühl, dass dieser Coronavirus weit weg ist. All die Schlagzeilen aus China hatten irgendwie nicht wirklich etwas mit uns zu tun. So ging es mir zumindest. Heute ist das anders. Heute ist ALLES anders. Die Corona-Pandemie ist in Deutschland und in Europa angekommen, und wir alle sind plötzlich gezwungen zu reagieren und uns an ganz neue Anweisungen zu halten. Schul- und Kindergartenschließungen, Tausende im Homeoffice, Social Distancing…

Unser Leben mit Corona fühlt sich seltsam surreal an.

Und ich habe immer noch Mühe mit der rasanten und beängstigenden Entwicklung Schritt zu halten. So oder so. Wir alle müssen uns jetzt mit der neuen Situation arrangieren und damit umgehen lernen. Und jeder einzelne von uns kann eine Menge dazu beitragen, dass wir so gut wie möglich durch die Corona-Krise kommen.

  • Seid nett und höflich zueinander. Ein Lächeln lässt oftmals die Sonne wieder aufgehen
  • Sagt Danke. Der KassererIn an der Supermarktkasse, der BusfahrerIn, dem Pflegedienst
  • Haltet euch für die Gemeinschaft an die Regeln, selbst wenn es schwer fällt
  • Verhaltet euch solidarisch und hilfsbereit, und unterstützt Menschen, die es gerade doppelt und dreifach schwer haben (Ältere, Kranke, Alleinerziehende, und und und)
  • Bleibt bitte Zuhause und vermeidet soziale Kontakte. Auch telefonieren und Briefe schreiben kann sehr schön sein 😉
  • Verbreitet keine Fake-News und informiert euch auf seriösen Seiten wie dem RKI

Flatten the curve ist die dringende Devise dieser Stunde.

Doch auch in puncto Nachhaltigkeit können wir einiges richtig machen in Zeiten von Corona. Wir können auch jetzt bewusst und nachhaltig einkaufen, und all die Menschen unterstützten, die durch Ladenschließungen und drohende Ausgangssperren massiv in ihrer Existenz bedroht werden.

Und genau deshalb kommen hier meine Tipps für mehr Nachhaltigkeit in der Corona-Krise:

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Nachhaltig leben in Zeiten von Corona: Einkaufen

#1 Regional, saisonal…

Unser Alltag verändert sich gerade. Was wir allerdings nicht verändern müssen, ist die Beherzigung all der wertvollen Einkaufstipps für weniger Plastik und für eine nachhaltige Ernährung. Von lose einkaufen, Glas statt Tetrapaks, über die Bevorzugung von regional, saisonal und Bio bis hin zu einer pflanzenbasierten Ernährung. All das bleibt weiterhin nachhaltig und klimaschonend.

#2 Weniger ist mehr

Das Motto Weniger ist mehr hat auch durch Corona nicht an Gültigkeit verloren. Kauft nur, was ihr wirklich braucht und habt bei Lebensmitteln immer einen Blick auf eure Vorräte. Am Ende hat niemand etwas davon, wenn die Hälfte eures Hamsterkaufs ungegessen im Müll landet, oder?

Nachhaltigkeit-in-Zeiten-von-Corona-Tauschbasar mit Nachbarn

#3 Tauschbasar in der Nachbarschaft statt Amazon und Co.

Wir alle werden Dank Corona die nächsten Wochen gezwungenermaßen mehr Zeit Zuhause verbringen. Und damit uns nicht die Decke auf den Kopf fällt brauchen wir natürlich etwas Beschäftigung. Klar. Doch bevor ihr jetzt gleich im nächsten Onlineshop auf Einkaufstour geht – Wie wäre es denn mit einem kleinen Tauschbasar unter Nachbarn? Einfach Einkaufen ohne Konsum. Ihr könntet zum Beispiel eine gemeinsame Bücherkiste im Treppenhaus initiieren, und jeder stellt pro Woche 5 Bücher aus seiner Sammlung zum Ausleihen zur Verfügung. Das Gleiche funktioniert selbstverständlich genauso mit Gesellschaftsspiele, Werkzeug und Spielsachen. Spannendes gegen den Lagerkoller ganz ohne Einkaufen und direkten Kontakt.

#4 Kauft lokal

Ja. Ihr habt richtig gelesen. Solltet ihr trotzdem etwas Neues kaufen wollen, dann kauft es so lokal wie möglich. Das klingt im ersten Moment etwas seltsam, denn der kleine Buchladen um die Ecke hat doch geschlossen, oder? Jein. Die Läden sind zwar dicht, aber all die findigen Ladenbesitzer da draußen geben sich große Mühe ihr Sortiment für euch erreichbar zu machen. Entweder mit kleinen Onlineshops, oder mit Bestellungen per Telefon und Lieferung nach Hause. Ich findet das großartig, denn so kann ich weiterhin kleine Läden unterstützen statt großer Marktgiganten.

Übrigens: Bei vielen Läden könnt ihr online Gutscheine für später kaufen und sie so jetzt schon finanziell stützen. Und meinen nachhaltigen Online Shopping-Guide für München gibt’s hier.

#5 Behaltet Konzertkarten und Co.

Ihr habt Konzert- oder Theaterkarten und die Veranstaltung wurde abgesagt? Das ist natürlich sehr schade, aber jetzt habt ihr die einmalige Chance den Kulturbetrieb dieses Landes mit einer Spende zu unterstützen. Wie das funktioniert? Ganz einfach! Verlangt euer Geld nicht zurück und macht all den kleinen Clubs und Theatern das Leben damit etwas leichter. Denn Mieten und Ausgaben laufen trotz Spielverboten weiter. Tag für Tag, und Woche für Woche. Corona hin oder her.

#6 Werdet Abonnenten

Ihr mögt eine Zeitschrift oder ein Stadtmagazin sehr und findet deren Arbeit toll? Bravo! Gerade jetzt ist die Zeit DAS zu zeigen, und zwar mit einem Abonnement (wenn ihr es euch leisten könnt). All die kleinen Veranstalter, Verlage und Kulturschaffenden (so wie zum Beispiel das Münchner Stadtmagazin MUCBOOK) haben gerade schwere Zeiten und es ist noch lange kein Ende in Sicht. Leider. Ein finanzielles Commitment begeisterter Leser ist da sicher ein (kleiner) Trost.

Und? Fällt euch noch mehr für einen nachhaltigen Alltag mit und trotz Corona ein? lasst euch auf jeden Fall nicht unterkriegen da draußen. Und vergesst nicht:

Gemeinsam sind wir stark!

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Ein Kommentar bei „Corona – Nachhaltig und solidarisch leben in Krisenzeiten der Virus-Pandemie“

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