Windenergie – Von Vorurteilen, Mythen und Fakten

Vorurteile, Mythen und Fakten zur Windenergie

(Werbung | Bezahlte Kooperation mit prokon eG)

Was ist das Erste woran ihr denkt, wenn ihr Windenergie hört? Erneuerbare Energien? Ökostrom, Energiewende und grüne Zukunft? Oder vielleicht doch eher Infraschall, tote Vögel und Gesundheitsgefahr? Ihr merkt schon, oftmals gibt es in der Argumentation pro und contra Windkraft nur schwarz oder weiß, und die Fronten prallen mit voller Wucht aufeinander. Und jetzt?

Windenergie ist für den Klimaschutz unverzichtbar.

Das steht trotz all den Diskussionen fest. Windkraft deckt bereits heute einen Anteil von rund 24 Prozent am deutschen Bruttostromverbrauch und ist damit eine tragende Säule auf dem Weg zur Klimaneutralität. Und da geht noch mehr! Würden wir nur zwei Prozent unserer Landesfläche für Windenergie nutzbar machen, so könnten wir laut Berechnungen 75 Prozent des heutigen Stromverbrauchs allein mit Wind erzeugen. Ist das nicht fantastisch? Im Hinblick darauf erscheint es nicht wirklich schlau den Windenergie-Ausbau politisch zu blockieren und zu beschränken, oder? Und genau deshalb ist es so wichtig zur Wahl zu gehen, aber auch sich immer wieder mit Mythen und Gegenargumenten zu beschäftigen, und sie auf ihren Wahrheitsgehalt zu prüfen.

Na dann los, zum Faktencheck Windenergie!

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#1 Windräder zerstören Wald

Ja, das stimmt. Mit Einschränkung. In Deutschland unterliegt jedes Bauprojekt strengen Regularien, das heißt, die Naturschutzrelevanz wird von Behörden geprüft und es müssen Ausgleichsflächen geschaffen werden. De facto bedeutet das, das Windkrafträder vor allem in Wirtschaftwäldern aufgestellt werden, und in Waldbereichen, die bereits infrastrukturell genutzt wurden oder werden. Die unwiderrufliche Zerstörung von echten Urwäldern und geschützter Natur ist in Deutschland somit ausgeschlossen. Zudem finden Rodungen für Windenergie nur in sehr kleinem und überschaubarem Rahmen statt und die Flächenversiegelung ist minimal. Wie klein dieser Rahmen tatsächlich ist wird schnell klar, wenn man sich bewusst macht, dass nur sieben Prozent aller aktuellen und nur ein Fünftel aller neu errichteten Windräder im Wald stehen und errichtet werden.

Fazit: Waldzerstörung in großem Ausmaß findet für Windräder nicht statt. Erst recht nicht verglichen mit der gigantischen Umweltzerstörung durch den Kohletagebau. Wir sollten in der Argumentation also immer fair und sachlich bleiben.

#2 Windräder töten Vögel

Auch dieses Gegenargument stimmt und in Deutschland gehen jedes Jahr zwischen 10.000 und 100.000 Vögel auf das Konto von Windkraftanlagen. Das ist nicht gut und wir sollten selbstverständlich alles daran setzen um Vögel und andere Wildtiere zu schützen. Deshalb werden Anlagen zum Beispiel während Brut- und Ausflugszeiten abgeschaltet und Expert*Innen arbeiten an speziellen Schutzmaßnahmen für Fledermäuse, Rotmilan und Co..

Wahr ist allerdings ebenso, dass durch andere menschengemachte Faktoren jährlich Millionen Vögel sterben. So zum Beispiel durch Gebäude und Glasflächen (100 bis 115 Millionen tote Vögel), durch Straßen- und Bahnverkehr (70 Millionen tote Vögel) oder Hauskatzen (20 bis 100 Millionen Vögel). Und auch der großflächige Verlust von natürlichen Ökosystemen durch die intensive Landwirtschaft, Siedlungen und Co. setzt der Artenvielfalt erheblich zu. Das führt nicht nur bei Vögeln zum größten Artensterben seit dem Aussterben der Dinosaurier. Wenn es uns also ernst ist mit dem Vogelschutz, dann gäbe es eine Vielzahl großer Hebel an denen man ansetzen könnte. Vom artgerechten Vogelfutter, naturnahen Gärten statt Schotter, bis hin zu weniger Fleisch auf dem Teller (siehe Tipps für mehr Artenvielfalt).

#3 Windräder verspargeln die Landschaft

Dieses Argument finde ich schwierig, denn tatsächlich ist das reine Geschmackssache. Ist ein Atommeiler schön anzusehen? Oder die gigantischen Kraterlandschaften des Kohletagebaus für die ganze Dörfer abgebaggert werden? Und waren nicht Windmühlen einst beliebtes Motiv der romantischen Malerei? Fakt ist und bleibt, dass der Strom nicht aus der Steckdose kommt, sondern irgendwo erzeugt werden muss. Wenn möglich energieeffizient, klima- und umweltschonend. Und Schönheit liegt nun mal ausschließlich im Auge des Betrachters ;-).

#4 Windenergie ist eine Gesundheitsgefahr

Für Windkraftanlagen gelten in Deutschland strenge Regeln. So zum Beispiel die Lärmschutzverordnung, die genau bestimmt welche Lärmbelastung in unserer Wohnumgebung zulässig ist. Und das gilt sowohl für hörbaren Schall als auch für den unhörbaren Infraschall mit Tönen unterhalb einer Frequenz von 20 Hertz. Gerade letzterer sorgte jahrelang völlig unnötig für große Aufregung. Warum? Wegen einem simplen Berechnungsfehler in einer Studie der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) aus dem Jahr 2004. Der sorgte nämlich dafür, dass der Schalldruckpegel von Windrädern um ganze 36 Dezibel zu hoch angesetzt wurde. Tatsächlich liegt der Infraschalllevel bei lediglich 64 Dezibel, und ist damit so gering, dass er laut Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) deutlich unterhalb der menschlichen Wahrnehmbarkeitsgrenze liegt. Klingt doch ziemlich gut, oder?

Und was ist mit dem Schattenwurf der sich drehenden Rotorblätter? Die Dauer und das Ausmaß dieser optischen Immissionen von Windenergieanlagen ist genau wie die Schallbelastung streng geregelt und ebenfalls Teil des Genehmigungsverfahrens. Im Einzelfall kann das sogar zu einer stundenweisen Abschaltung der Anlage führen um Anwohner zu entlasten.

Fazit: Nein, nach aktuellen Erkenntnissen stellen Windräder keine objektive Gefahr für die menschliche Gesundheit dar.

#5 Windenergieanlagen sparen kein CO2 und sind nicht energieeffizient

Zu diesem völlig falschen Argument contra Windenergie gibt es Gott sei Dank eindeutige Zahlen, die dem entgegen sprechen. Eine Windenergieanlage hat sich bereits nach etwa drei bis sieben Monaten energetisch amortisiert. Das bedeutet, dass sie nach dieser kurzen Zeit schon so viel Energie erzeugt hat, wie für ihren Bau, Betrieb und ihre Entsorgung nötig ist. Bei einer durchschnittlichen Lebensdauer von mindestens 20 Jahren bedeutet das mindestens 19 Jahre und 5 Monate klimaneutralen Strom ohne schädliche Emissionen. Das klingt für mich doch ziemlich effizient.

Und wie viel CO2 spart nun so ein Windrad? Eine einzige Anlage an Land spart im Durchschnitt pro Jahr rund 6.000 Tonnen CO2 Emissionen ein. Und allein 2018 konnte die gesamte Windenergie Deutschlands so laut BMWi knapp 75 Millionen Tonnen CO2 reduzieren.

So, und jetzt kommt der Werbeteil dieses Beitrags. Klingelt beim Namen Prokon irgendetwas bei euch? Ja, Nein, vielleicht? Ich helf euch mal ein bisschen auf die Sprünge. Die PROKON GmbH war wohl eine der größten Pleiten der deutschen Wirtschaftsgeschichte mit einem ausgewachsenen Management-Skandal. Damals waren wegen riskanter Geschäfte am Kapitalmarkt rund 1,4 Milliarden Euro und 480 Arbeitsplätze in akuter Gefahr, und Tausende von Kleinanlegern waren dabei ihre Altersversorgung zu verlieren. Nicht gerade gute Schlagzeilen… bis nach der Insolvenz 2014 die Kapitalgesellschaft PROKON auf Initiative tausender Anleger in die prokon eG umgewandelt, und die Geschichte so umgeschrieben wurde.

Heute stehen bei prokon Tausende von Eigentümer*Innen hinter jedem einzelnen Windrad, nicht ein Großkonzern.

Seit 2015 ist prokon die größte Energiegenossenschaft Deutschlands mit knapp 40.000 Mitgliedern und bietet zu 100 Prozent erneuerbare Energien an. Das belegen auch zahlreiche Siegel und Empfehlungen wie zum Beispiel ok-power-plus, ein Platz in den EcoTopTen 2020 und eine Utopia-Empfehlung mit Platz 8 von 16 in der Bestenliste der Ökostromanbieter.

Zudem hat sich die prokon eG seit dem ersten Tag dazu verpflichtet mehr Strom in eigenen Anlagen zu produzieren und ins deutsche Stromnetz einzuspeisen, als an prokon Stromkunden geliefert wird. Das heißt als Stromkunde habt ihr die Garantie immer echten Ökostrom zu beziehen, ohne den beliebten (und legalen) Trick mit dem Kauf von Herkunftsnachweisen. Wer das Produkt „prokon-Windstrom“ kauft, bekommt garantiert Strom aus den prokon-eigenen Windparks Schwabhausen (Thüringen) und Eilsleben-Ovelgrünne in Sachsen-Anhalt. Und die prokon-Selbstverpflichtung verändert mit jedem neuen Windrad nachhaltig den Strom-Mix im deutschen Netz für einen nach und nach steigenden Anteil erneuerbarer Energien. Geprüft wird das Ganze übrigens jährlich vom TÜV Nord im Rahmen der Ökostromzertifizierung.

Und? Neugierig geworden?

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Vorurteile, Mythen und Fakten zur Windkraft. Windenergie als wichtige Säule des Klimaschutz

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