Klimawandel ist real. Warum handeln wir nicht?

Der Klimawandel ist real. Warum verschließen wir die Augen davor?

Die Uhr tickt meine Lieben. Schon seit einer ganze Weile ist es nicht mehr 5 vor 12, sondern wohl eher Viertel nach eins, denn der Klimawandel ist real.

Der Klimawandel ist zu unser aller Realität geworden.

Sogar in mitteleuropäischen Ländern wie Deutschland wechseln sich extreme Wetterlagen mit Überschwemmungen, verheerenden Dürren und massiven Ernteausfällen ab. Zufall? Normale Launen des Wetters? Nein, darüber sind sich Klima-Experten absolut einig. Das einzig Gute daran ist, dass nun auch in Deutschland ernsthaft diskutiert wird. Ich glaube ich habe die ganzen letzten Jahre nicht so viel über den Klimawandel gehört und gelesen wie in den letzten Wochen. Sogar große Talkshows wie Anne Will rücken das Thema in den Mittelpunkt. Ist das meine kleine, grüne Filterblase? Ja, vielleicht. Egal. So oder so. Es ist gut! Und es ist richtig und wichtig! Wir müssen uns informieren und darüber reden, was mit unserer Welt passiert.

Vor allem aber müssen wir endlich handeln.

Was ist denn nur mit uns los? Würden wir erfahren, dass ein Meteorit auf unseren Planeten zurast, dann wäre die Hölle los. Wir wären in heller Aufregung und würden alles in Bewegung setzen um die drohende Katastrophe nur irgendwie zu verhindern, oder? Geht es aber um den Klimawandel, dann bewegen wir uns nicht. Nicht mal das kleines Stückchen für kurze Strecken unter 5 km das Fahrrad zu nehmen statt dem Auto (50 % aller PKW-Fahrten sind kürzer als 5 km) oder auf die ein oder andere Flugreise zu verzichten. Wir wollen alles schön billig (auch Lebensmittel) und möglichst viel davon, und wir konsumieren als gäbe es kein morgen. Die bittere Ironie dabei ist:

Durch unsere Trägheit verspielen wir tatsächlich die Zukunft unserer eigenen Kinder.

Wir bestehlen unsere Kinder im Namen des Geldes und für unser Vergnügen. Ich weiß, das klingt drastisch und für den ein oder anderen von euch vielleicht sogar übertrieben. Aber die Folgen der globalen Erderwärmung sind nicht weniger dramatisch als der Einschlag eines Himmelskörpers. Und im Gegensatz zu Asteroiden und Co. ist die globale Erwärmung das Ergebnis unseres Handelns. Das wissen wir übrigens nicht erst seit gestern. Bereits 1896 wurde von dem Wissenschaftler Svante Arrhenius erstmals die Hypothese aufgestellt, dass die menschenverursachte Anreicherung von CO2 in der Atmosphäre die Erdtemperatur potentiell erhöhen kann. Und spätestens seit den 1970er wird die Problematik mit Politikern diskutiert (Klima-Forschungsgeschichte). Angesichts dieser absurden Jahreszahlen kann ich also nur noch einmal fragen: Was ist denn nur los mit uns?

Wir wissen seit Jahrzehnten vom Klimawandel und es passiert einfach NICHTS!?

Warum? Weil Autofahren so viel Spaß macht? Weil wir uns das Around-the-World-Ticket oder die Kreuzfahrt einfach verdient haben? Weil ein Schnitzel eben nicht mehr als 1,99 € kosten sollte?

Ich habe heute schon Angst vor dem Moment, wenn mich meine Kinder nach der globalen Erwärmung fragen. Ich habe Angst davor ihnen zu sagen was mit ihrer Welt passieren wird. Und ich schäme mich unendlich, dass wir nicht Himmel und Hölle in Bewegung setzen um ihre Welt zu retten! Wir nehmen es in Kauf, dass das ewige Eis der Pole schmilzt, dass die Meeresspiegel steigen, dass Städte und ganze Landstriche untergehen und steigende Temperaturen weite Regionen unseres Planeten unbewohnbar machen werden. Von den gigantischen Fluchtwellen betroffener Menschen und den daraus folgenden Auseinandersetzungen ganz zu Schweigen. Das ist kein Horrorszenario. Ich wünschte es wäre so. Das ist Wissenschaft, die menschliche Natur und vielleicht die traurige Zukunft unserer Kinder, Enkel und UrEnkel. Unumkehrbar und unwiderruflich, wenn wir heute nichts dagegen tun.

Den Klimawandel zu ignorieren hilft nicht.

Wir müssen uns endlich bewegen und etwas verändern!

JETZT!

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Tipps zum Aktivwerden:

 

4 Kommentare bei „Klimawandel ist real. Warum handeln wir nicht?“

  1. Wir sehen das ganz genauso. Wir müssen JETZT handeln, nicht nur reden und warten, bis andere etwas tun. Sonntagsreden und zuschauen, das reicht einfach nicht. Wir haben deshalb damit begonnen, Wälder in Deutschland zu kaufen und sie so vor Abholzung und forstwirtschaftlicher Nutzung zu bewahren. Wir möchten nicht, dass Bäume, die teilweise bis zu 200 Jahre alt sind, heute abgeholzt und verwertet werden. Um möglichst viele Wälder und mit ihnen ihr CO2-Speicherpotenzial zu sichern, bieten wir Waldpatenschaften an. Viele kleine Schritte bringen uns voran, aber jeder muss sie selbst gehen und nicht anderen beim Gehen zuschauen. Es würden uns sehr freuen, wenn viele bei uns vorbeischauen und mitmachen!

    1. Alexandra Achenbach sagt: Antworten

      Danke lieber Peter!
      Das schau ich mir gleich mal an…

  2. Liebe Alex,
    du sprichst mir aus der Seele. Für mich ist das Thema auch seit einiger Zeit sehr in den Fokus gerückt, und ich mache mir täglich neue Gedanken, wie ich mein Leben nachhaltiger gestalten kann und – ganz wichtig – arbeite natürlich auch AKTIV daran Dinge zu ändern. Dinge, die man oft einfach so gemacht hat, weil man sie eben schon immer so gemacht hat.
    Und das ist meiner Meinung nach auch ein Problem, warum so wenig voran geht. Es ist eben einfach bequem, sich KEINE Gedanken zu machen und alles so zu lassen, wie es ist. Und viele Menschen lieben diese Bequemlichkeit. Ebenso ist es bequem, sich Probleme gar nicht erst anzusehen und zu hoffen, dass sie vielleicht von selber wieder verschwinden, oder dass sie ein anderer löst. Ich fürchte nur, das wird in Sachen Klimawandel nicht funktionieren. Da sind wir alle gefragt!
    Man kann sich höchstens noch hinter einen „Experten“ stellen, der behauptet, dass es den Klimawandel gar nicht gibt, und dass alles gar nicht so schlimm ist. Blöd nur, wenn dieser dann irgendwann einknickt und dadurch den Blick auf das ganze Ausmaß der Katastrophe frei wird.
    Also lasst uns lieber ein wenig unbequemer leben. Nachdenken. Handeln. Und die Resource „Verstand“ voll ausschöpfen und dadurch andere Resourcen schonen.

    1. Alexandra Achenbach sagt: Antworten

      Danke für dein Worte lieber Tobi!
      Ich bin immer wieder froh, wenn Ich spüre, dass andere Menschen genau so denken und auch bereit sind zu handeln und zu verändern.
      Danke dir und ganz liebe Grüße
      Alex

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