Frühlingsblumen in Wachs – DIY-Geschenkidee mit Kerzenresten

Frühlingsblumen in Wachs: DIY-Frühlingsgrüße aus Tulpen, Hyazinten und Narzissen zum Verschenken

Blumen sind ein echter Klassiker unter den Geschenken und Mitbringseln. Egal, ob zum Valentinstag, zum Geburtstag oder Jahrestag. Mit einem hübschen Blumenstrauß liegt man irgendwie immer richtig. Dabei sind Schnittblumen oft nicht unbedingt die nachhaltigste Wahl. Wie wäre es denn da mit hübschen Frühlingsblumen in Wachs?

Lebende Frühlingsblumen statt toter Blütenpracht von kurzer Dauer.

Frühlingsblumen in Wachs DIY: Narzissen und Hyazinthen in Kerzenresten

Geeignet ist diese tolle Geschenkidee, die ihr vielleicht von der Amarillis kennt, für alle Zwiebelblüher wie zum Beispiel Narzissen, Tulpen und Hyazinthen. Dabei verhindert der Wachsüberzug auf der Blumenzwiebel, dass die Pflanze wertvolle Feuchtigkeit verliert und so kann sie ganz ohne Topf und Blumenerde weiterwachsen und blühen. Faszinierend, oder? Und nebenbei könnt ihr all eure Kerzen- und Wachsreste von Weihnachten sinnvoll wiederverwerten.

Ein hübscher Frühlingsgruß mit wunderbar nachhaltigem Nebeneffekt.

Wie das funktioniert? Ganz einfach und unkompliziert. Versprochen! Und noch ein kleiner Tipp von mir: Die gewachsten Frühlingsblumen eignen sich übrigens auch super zum Verschicken für entfernte Familie und Freunde.

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Und das braucht ihr für die Frühlingsblumen im Wachsmantel:

  • Zwiebelblüher
  • Wachs- und Kerzenreste*
  • großes Einmachglas
  • Holzspieß
  • Zeitungs- oder Backpapier

*Bei der Wahl eurer Kerzen achtet auf nachhaltige Kerzen aus Raps-, Beeren- oder Sojawachs, oder aus Bienenwachs. Am besten regional und in Bioqualität ;-).

Frühlungsblumen in Wachs: Blumenzwiebeln vorbereiten

Im ersten Schritt werden die Blumenzwiebeln vorbereitet.

Dazu entfernt ihr zunächst die Erde von der Zwiebel und wascht sie grob ab. Bei den Wurzeln könnt ihr euch entscheiden, ob ihr einen Teil dran lasst oder alle komplett entfernt. Das ist reine Geschmackssache. Möglich ist beides und Wurzeln mit Wachsüberzug können auch sehr speziell aussehen.

Nun werden die Frühlingsblumen gut gewässert.

Um genügend Wasserreserven zu haben, legt ihr die gesäuberten Frühlingsblumenzwiebeln am besten über Nacht in kühles Wasser, so dass sie sich so richtig voll saugen können. Erst kurz vor dem Wachsen nehmt ihr sie aus ihrem Bad und trocknet sie vorsichtig mit einem weichen (Geschirr)Tuch ab.

Zeit für das Wachsbad.

Kerzen- und Wachsreste schmelzen klappt am besten in einem großen Einmachglas und bei mittleren Temperaturen um 80°C entweder im Wasserbad auf dem Herd oder im Ofen. Aber Vorsicht! Geschmolzenes Wachs ist stark feuergefährlich! Arbeitet bitte immer konzentriert und niemals direkt auf der Herdplatte oder mit zu hohen Temperaturen.

Sobald das Wachs geschmolzen ist, könnt ihr mit einem Holzspieß sorgfältig alle groben Verunreinigungen und Dochtreste entfernen.

Und jetzt kann getaucht werden.

Beginnt mit den größten Zwiebeln, denn für diese braucht ihr auch das meiste Wachs, und taucht jede eurer Blumen zwei bis dreimal bis knapp unterhalb des Blattgrün ins Wachs. So entsteht Stück für Stück eine feste und dichte Schutzhülle rund um die Blumenzwiebel. Dann stellt ihr die gewachsen Frühlingsblumen zum Trocknen auf ein Papier und schon ist euer hübsches Geschenk fertig.

Wenn die Blumen verblüht und eingetrocknet sind müsst ihr sie übrigens nicht wegwerfen. Entfernt einfach den Wachsüberzug und pflanzt die Tulpen- und Hyazinthenzwiebeln im den Garten oder Balkonkasten. So habt ihr jedes Jahr wieder Freude an euren Frühlingsblumen. Vorsicht nur bei Paraffinwachs, denn das ist NICHT biologisch abbaubar. Und auch der Wachsüberzug kann selbstverständlich wiederverwertet werden.

Ich wünsche euch viel Spaß beim Verschenken und…

Liebe Frühlingsgrüße!

Eure Alex

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Pinterst-Pin: Frühlingsblumen in Wachs DIY-Geschenkidee mit Kerzenresten

2 Kommentare bei „Frühlingsblumen in Wachs – DIY-Geschenkidee mit Kerzenresten“

  1. Ähm, da stellt sich mir eine Frage: warum lässt man die Blumen nicht einfach im Töpfchen (ev. mit hübschem Übertopf) und giesst sie regelmässig? So halten sie auch ein Weilchen, und wenn sie verblüht sind, kann man sie immer noch in den Garten (oder den nächsten Park) pflanzen und sich im nächsten Jahr dann draussen an ihnen erfreuen. Finde ich jetzt nachhaltiger als gewachste Knollen, die man nachher wegwerfen muss…

    1. Alexandra Achenbach sagt: Antworten

      Hallo liebe Julia,
      du hast natürlich recht. Man könnte die Blumen auch super im Topf lassen. Zum Verschenken und vor allem zum Verschicken finde ich die Wachsvariante allerdings echt toll. Und du musst die Pflanze nach dem Blühen auch nicht wegwerfen. Auf keinen Fall! Der Wachsüberzug lässt sich ganz leicht wieder abziehen und dann kannst du die eingetrocknete Zwiebel einfach einpflanzen und das Wachs beim nächsten mal wiederverwenden.
      Aber Danke für deinen Kommentar, denn diese Info hat im Beitrag definitiv gefehlt. Jetzt hab ich sie ergänzt ;-)…
      Alles Liebe
      Alex

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