Natur-Knigge – Tipps für rücksichtsvolles Verhalten in der Natur

Tipps für umweltschonendes Verhalten in der Natur - Natur-Knigge

Ich liebe es draußen in der Natur zu sein. Doch was für mich einfach nur Erholung pur und Freizeitvergnügen ist, das kann für Tiere und ganze Ökosysteme echten Überlebenskampf bedeutet. Und genau deshalb habe ich für euch ein paar wichtige Verhaltensregeln zusammengefasst. Egal, ob beim Wandern, Radfahren, Spazieren gehen oder beim Liegen am See, Flussufer oder Meer. Mit meinem Natur-Knigge leistet ihr einen wertvollen Beitrag zum Artenschutz und bewegt euch rücksichtsvoller durch diese Welt.

Naturräume und Naherholungsziele spürbar entlasten.

Und das wird immer wichtiger, denn spätestens seit Corona nimmt der Druck auf unsere Naherholungsziele stetig zu. Zu wenig Raum für zu viele Menschen. Da hilft nur achtsames Verhalten, Respekt und Rücksicht, damit unsere Ökosysteme auch in Zukunft noch erhalten bleiben.

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Natur-Knigge

10 Tipps für rücksichtsvolle Naturerlebnisse

#1 Sei leise statt laut

Nicht nur wir Menschen sind von zu viel Lärm gestresst. Tiere sind oftmals deutlich geräuschempfindlicher als wir. Wunderbarer Nebeneffekt, wenn wir leise unterwegs sind? Egal, ob das Vogelgezwitscher oder Blätterrauschen, Naturgeräusche sind wunderschön und wirken sogar effektiv gegen Stress.

#2 Lass keinen Müll zurück

Menschliche Hinterlassenschaften können für Tiere zur gefährlichen Falle werden, Kunststoffe zerfallen durch Umwelteinflüsse zu schädlichem Mikroplastik und giftige Stoffe zum Beispiel aus Zigarettenkippen können Böden und Gewässer nachhaltig verschmutzen. Besser keinerlei Spuren zurücklassen. Das gilt übrigens selbst für organische Reste wie Hundekot und Bananenschalen, denn Pflanzenschutzmittel und freigesetzte Nährstoffe können dem Ökosystem schaden.

#3 Nimm doch mal fremden Müll mit

Apropos Müll. Wie wäre es denn, wenn ihr beim nächsten Ausflug einfach ein bisschen Müll sammeln? Mit der richtigen Ausrüstung tut das nicht weh und die Natur würde sicherlich aufatmen. Ein paar Handschuhe, eine ausrangierte Grillzange und eine Mülltüte und schon kann es losgehen.

#4 Bleib auf den Wegen

In Naturschutzgebieten gilt ein strenges Wegegebot, das bedeutet, dass das Verlassen beschilderter Wege verboten ist. Aus gutem Grund, denn wer querfeldein läuft schädigt die Vegetation und stresst Wildtiere unnötig.

#5 Halte Abstand

Wildtiere zu beobachten ist eine wunderbare Erfahrung. Achte dennoch darauf die Tiere nicht zu bedrängen oder gar anzufassen. Gerade für Jungtiere kann ein anhaftender menschlicher Geruch dazu führen, dass sie von ihren Müttern verstoßen werden.

#6 Lass die Natur intakt und halte Maß

Mit den Augen genießen statt mit nach Hause nehmen, das gilt insbesondere in Schutzgebieten und für gefährdete Arten. Doch auch sonst solltest du Blumen, Wildkräuter, Pilze oder Beeren nur in sehr geringen Mengen und ausschließlich für den Eigenverbrauch sammeln. Wichtig ist es das sensible ökologische Gleichgewicht so wenig wie möglich zu stören und die Pflanzen beim Sammeln nicht nachhaltig zu schädigen.

#7 Hunde an die Leine

Für Wildtiere sind Hunde nichts weiter als ein Fressfeind, der großen Stress auslöst. Und die Bedrohung ist durchaus ernst, denn selbst eine für den Hund erfolglose Hetzjagd kostet Rehe, Hasen und Co. überlebenswichtige Energiereserven und führt im schlimmsten Fall zum Tod durch Verhungern. Deshalb sollten unsere Vierbeiner in der Natur immer an der Leine geführt werden.

#8 Achtung Feuergefahr!

Draußen ist das Grillen und Feuer machen grundsätzlich nur in ausgewiesenen Zonen erlaubt. Doch auch von Zigaretten kann bei trockener Witterung eine hohe Brandgefahr ausgehen. Zusätzlich dazu vergiften die Schwermetalle, Toxine und die Kunststoffe der Zigarettenkippen Böden und Gewässer.

#9 So geht nachhaltiger Wasserspaß

Wassersportler sollten zum Schutz von brütenden Vögeln ausgewiesene Schutzgebiete respektieren. Außerdem kann ökologische Sonnencreme oder UV-Schutzkleidung statt Creme helfen Schäden von Wasserorganismen zu minimieren.

#10 Genießen, aber mit Respekt!

Denkt immer daran, wir sind nur Gast da draußen und es liegt in unser aller Verantwortung unsere Ökosysteme zu erhalten und uns aktiv für den Artenschutz zu engagieren.

Viel Spaß bei eurem nächsten Ausflug und sagt meinen Natur-Knigge gerne weiter!

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Natur-Knigge mit 10 Outdoor-Regeln für mehr Verantwortung und Rücksicht in der Natur

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