DIY – Upcycling Stoffbeutel für Obst und Gemüse aus alten Babybodys

Anleitung für Upcycling Obst- und Gemüsebeutel aus alten Babybodys

Braucht ihr auch noch Stoffbeutel für euren plastikfreien Obst- und Gemüseeinkauf? Dann seid ihr hier genau richtig. Heute bekommt ihr weniger Worte und dafür mehr praktische Unterstützung für ein Leben ohne (unnötiges) Plastik.

Meine Stoffbeutel werden aus alten, aussortierten Babybodys oder Shirts genäht. Sie sind also ein echtes Upcycling-Projekt. So schnell und einfach, dass sogar Nähanfänger wie ich das problemlos schaffen können ;-). Natürlich könnt ihr die Beutel am Ende nicht nur für Obst und Gemüse benutzen. Auch alles vom Bäcker ist hier wunderbar aufgehoben und auf Reisen kann man darin perfekt Schuhe und mehr verstauen. Die Stoffbeutel sind wahre Alleskönner. Gut waschbar, leicht und quasi kostenlos.

 

Für die Upcycling-Stoffbeutel braucht ihr:

  • alte, aussortierte Babybodys oder Shirts (egal, ob von Kindern oder Erwachsenen)
  • Schere
  • Nähmaschine oder Nadel und Faden
  • Sicherheitsnadel
  • Wolle, Kordel oder Packetschnur (Länge je nach Größe des Säckchens)
  • evtl. Holzperle

 

Stoffbeutel-Babybody schneiden

Schnappt euch einen alten, aussortierten Babybody und eine Schere…

und schon kann es losgehen. Als Erstes werden die Beinchen und die Ärmel abgeschnitten, denn für den Stoffbeutel brauchen wir nur den Mittelteil. Sollte eure Basis ein Shirt sein, so müsst ihr lediglich den oberen Teil mit Hals- und und den beiden Armausschnitten abtrennen. Nach dem Schneiden bekommt ihr eine Stoffröhre, die auf zwei von vier Seiten bereits geschlossen ist.

Stoffbeutel nähenStoffbeutel Zickzack-Naht

Als Nächstes ist nun der Boden des Stoffbeutels dran.

Dazu dreht ihr den Mittelteil eures Bodys oder Shirts auf links und schließt die dritte und letzte Seite mit einer Naht ca. 5 mm entfernt von der Schnittkante der beiden Stofflagen. Ich habe für den Bodenteil meiner Stoffbeutel mit der Maschine zwei Zickzack-Nähte im Abstand von ca. 5 mm gesetzt. Diese einfache Naht ist ideal für elastische Stoffe wie Jersey, weil sie dehnbar ist.

Am schnellsten geht das Nähen sicherlich mit einer Nähmaschine, aber selbstverständlich könnt ihr auch per Hand nähen, wenn ihr keine Maschine zu Hause haben solltet. Alles kein Problem.

Stoffbeutel Tunnel nähenStoffbeutel Kordel

Zuletzt wird der Tunnelzug genäht.

Lasst euren Stoffbeutel auf links gedreht und schlagt nun ungefähr 3 cm des Stoffs nach außen um. Zum leichteren Nähen könnt ihr den Tunnel mit Stecknadeln feststecken und auf geht’s. Es werden wieder zwei elastische Zickzack-Nähte im Abstand von 5 mm gesetzt. Wenn ihr mit einem Shirt als Basis arbeitet, so könnt ihr das Bündchen bzw. den Abschluss am unteren Ende des T-Shirts bereits als Tunnel benutzen. Ihr spart euch also einen Arbeitsschritt. Jetzt müsst ihr noch ein kleines Loch für die Kordel in die äußere der beiden Stofflagen schneiden (Vorsicht: euer Stoffbeutel ist auf links gedreht! Außen ist gerade innen!). Wie ihr oben auf dem Bild sehen könnt, habe ich das Loch versuchsweise auch noch wie ein Knopfloch eingefasst. Das ist bei Jerseystoffen aber nicht wirklich notwendig, da sie nicht ausfransen.

Als Allerletztes braucht ihr nun die Schnur. Befestigt die Sicherheitsnadel an einem Ende der Kordel und fädelt sie zunächst durch das Loch ins Innere des Tunnels. Nun geht es langsam Stück für Stück durch den gesamten Tunnel bis ihr die Sicherheitsnadel wieder am Loch fassen könnt. Zieht die Nadel heraus und damit die daran befestigte Schnur. Und schon seid ihr fertig! Toll oder?

Mit etwas Übung braucht man pro Stoffbeutel etwa 5 Minuten.

Als Verschluss habe ich Holzperlen von einer ehemaligen Schnullerkette benutzt. Ein Knoten erfüllt den Zweck aber ganz genauso.

Stoffbeutel fertigUpcycling-Stoffbeutel verschieden Größen aus Babybodys und T-Shirts

Auf geht’s zum plastikfreien Einkauf!

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