Morgen wird grün – 10 Grüne Vorsätze für das neue Jahr

Gute und grüne Vorsätze für das neue Jahr

2017 rückt näher und läd uns zum Neuanfang ein.

Alle Jahre wieder fasse ich zum Jahresende gute Vorsätze für das neue Jahr. Regelmäßig nehme ich mir dann ganz fest vor ab dem 1ten Januar gelassener, entspannter, sportlicher oder organisierter zu sein. Und? Bin ich daraufhin jemals zum in sich ruhenden Zenmönch oder zur Sportskanone mutiert? Nein. Weder noch. Denn leider habe ich meine Vorsätze in schönster Regelmäßigkeit auch wieder gebrochen. Warum? Wahrscheinlich, weil meine Ziele oftmals nicht wirklich realistisch waren. Ich wollte zu schnell zu viel, und bekam von der Wirklichkeit deshalb meist rasch einen nicht sehr motivierenden Dämpfer verpasst. Aber aus Erfahrung wird man klug.

Gute Vorsätze sollten immer sehr konkret und überschaubar sein.

Auf diese Weise klappt auch die Umsetzung und man verliert dabei nicht so schnell Lust und Motivation. Einfach gesagt bedeutet das, lieber zuerst eine kleine Veränderung zu beginnen, als gleich den kompletten Lebensstil in Frage zu stellen. So können wir uns für jeden Teilerfolg auf die Schulter klopfen und dann mit neuem Elan die nächsten Schritte planen.

Für 2017 sind meine Vorsätze grün.

Wäre es nicht toll unseren Leben 2017 klima- und umweltfreundlicher zu gestalten? Was meint ihr? Hättet ihr Lust dabei zu sein? Na dann los! Hier kommen 10 ganz konkrete Vorsätze für den Start in ein grüneres neues Jahr.

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1. Müll vermeiden und (Bio)Müll trennen

Abfälle zu trennen macht Sinn. So ist separat gesammelter biologischer Abfall zum Beispiel ein hochenergetischer Rohstoff zur Erzeugung ökologischer Energie und zur Gewinnung von Kompost und Erde. Trotzdem werden in Deutschland Tonnen an Biomüll im Restmüll verschwendet. Mit Kunststoffmüll sieht es ganz ähnlich aus. Viel Wiederverwertbares landet einfach gedankenlos im Restmüll. Am allerbesten wäre es natürlich, wenn Müll gar nicht erst entsteht. Abfallvermeidung bzw. Zerowaste ist das Stichwort. Stoffbeutel statt Plastiktüten, Obst und Gemüse lose kaufen und Fertigprodukte meiden. Das alles kann ein guter Anfang sein.

Ganz konkret könnte der Vorsatz also zum Beispiel lauten: Ich will meinen Biomüll konsequent separat sammeln.

2. Auf Ökostrom umstellen

Einfach, sehr schnell umzusetzen, aber sehr effektiv. Wechselt doch euren Stromanbieter und unterstützt die nachhaltige und klimafreundliche Erzeugung von Energie. Wie das funktioniert und was ihr dabei beachten solltet findet ihr hier.

3. Konto bei einer Ethische Bank eröffnen

Was zum Geier sind denn ethische Banken? Diese Frage ist schnell beantwortet. Diese Banken investieren euer Geld nach strengen ethischen und ökologischen Grundsätzen und unterstützen so nachhaltige Entwicklung und faire und soziale Produktion und Projekte. Euer Erspartes arbeitet dort also für den guten Zweck, wohingegen konventionelle Banken oft wegen dubiosen Geschäften mit Nahrungsmitteln und Rüstungsfirmen in der Diskussion stehen. Wollt ihr es genauer wissen?

4. Weniger ist mehr

Wir alle brauchen viel weniger als wir glauben. Widersteht den täglichen Versuchungen Dinge einfach schnell zu kaufen, die ihr am Ende gar nicht wirklich braucht. Zuerst denken, dann shoppen, denn weniger ist mehr. Liebevolle Achtsamkeit im Umgang mit sich selbst ist auf Dauer wohltuender und nachhaltiger als jeder Einkauf. Meine Tipps wie ihr der Versuchung trotzen könnt findet ihr hier.

Ganz konkret könnte der Vorsatz so lauten: Ich will als Selbstversuch die nächsten 30 Tage versuchen nichts neu kaufen. Vielleicht stelle ich dann ja fest, wie zufrieden ich auch ohne Shopping bin.

5. Mehr reparieren, tauschen, leihen und gebraucht kaufen

Die Produktion von allem, was wir neu im Laden kaufen oder im Internet bestellen, verbraucht Ressourcen und Energie. Wir müssen uns darüber bewusst werden, dass unsere Erde ein geschlossenes System ist und sowohl Rohstoffe als auch Energie endlich sind. Wir müssen anfangen weniger von allem zu konsumieren. Auf „neue“ Dinge muss man dennoch nicht unbedingt verzichten. Dinge zu tauschen, auszuleihen oder gebraucht zu kaufen macht mindestens genauso viel Spaß wie neu zu shoppen.

Ganz konkret könnte der Vorsatz also lauten: Ich will bei jedem (Xten) wirklich nötigen Neukauf zuerst versuchen anders zu konsumieren. Vielleicht gibt es den gewünschten Mixer ja auch in den Kleinanzeigen oder bei den Nachbarn.

6. Ökologischer und fairer Einkaufen

Trotz aller Versuche weniger mehr sein zu lassen, müssen wir manchmal Einkaufen. Wir alle benötigen mindestens Lebensmittel und Drogerieartikel für unseren täglichen Bedarf. Beim Einkauf sollte uns bewusst sein, dass alles hat seinen Preis. Zu dem Preis, den wir im Laden für unsere Produkte bezahlen, müssten wir eigentlich noch vieles mehr addieren: Verbrauchte Ressourcen und Flächen, Energieaufwand für Produktion und für Entsorgung, Arbeitsbedingungen für Arbeiter, Kosten für Transport und Lieferung und und und. All dies ist meist durch Subventionen oder ähnliches versteckt und für uns Verbraucher so nicht mehr nachvollziehbar. Da sind die Kosten aber trotzdem, und irgendjemand auf der Welt zahlt immer den wahren Preis. Für eine gerechtere Welt mit klima- und umweltfreundlichen Produkten ist bewusstes Einkaufen deshalb unerlässlich. Wir Verbraucher haben Einfluss und den sollten wir (so oft wie möglich) auch konsequent nutzen. Lieber Klasse statt Masse.

Ganz konkret könnte der Vorsatz zum Beispiel so lauten: Ich will meine Lebensmittel regional und saisonal (in Bioqualität) kaufen. Oder ich will mein nächstes Shirt aus ökozertifizierter (Gots) Baumwolle kaufen.

7. Mehr selber kochen

Selbst zu kochen hat viele Vorteile. Ich beschäftige mich mit der Grundlage meines Lebens und meiner Gesundheit, mit meinen Nahrungsmitteln. Ich weiß genau, was in meinem Essen ist und wo es herkommt. Und wenig verarbeitete Rohprodukte produzieren sehr viel weniger Verpackungsmüll als Fertigprodukte oder Essen to Go. Inspiration und Rezepte für die eigene Küche gibt es mittlerweile überall. Also nur ran an die Töpfe! Es macht Spaß!

Ganz konkret könnte der Vorsatz lauten: Ich will X mal die Woche selber kochen.

8. Mehr vegetarisch oder vegan essen

Es gibt gute Gründe auf tierische Produkte zu verzichten oder ihren Verzehr zumindest einzuschränken. Unsere Nahrungsmittel kosten mehr als nur Geld. Ihre Produktion kostet Fläche, Ressourcen und in der Folge ihrer Produktion entstehen Treibhausgase. Nutztiere schlagen in dieser Bilanz doppelt zu Buche. Sie beanspruchen für die Erzeugung ihres Futters riesige landwirtschaftliche Nutzflächen, die für den Anbau menschlicher Nahrungsmittel nicht mehr zur Verfügung stehen. Das Essen von Fleisch, Milch und Co. erhöht unseren ökologischen Fußabdruck maßgeblich. Wir trage alle die Verantwortung für den Klimawandel auch durch das, was auf unserem Teller landet.

Ganz konkret könnte der Vorsatz für 2017 lauten: Ich will 6 Tage die Woche vegetarisch oder vegan essen.

9. Coffee to go nur noch im eigenen Becher

Coffee to go Becher sind ein ernstzunehmendes ökologisches Problem und durch unsere Bequemlichkeit entstehen Berge von Müll. Die gute Nachricht ist, dass die Lösung so simpel sein kann. Ein einfaches Einmachglas mit Schraubdeckel in der Tasche ersetzt quasi kostenfrei jeden Wegwerfbecher.

Ganz konkret könnte der Vorsatz also lauten: Ich will ein Schraubdeckelglas griffbereit im Eingangsbereich oder gleich in meiner Tasche platzieren und so gerüstet sein für den Kaffeedurst unterwegs.

10. Öfter mal das Auto stehen lassen

Das Autos in der Regel nicht gerade klimafreundlich sind, weiß bereits jedes Kind. Deshalb lasst euer Auto doch einfach mal stehen. Alternative Fortbewegungsmittel gibt es viele. Züge, öffentlicher Nahverkehr, das Fahrrad oder eure eigenen Beine. 2017 gibt es Muskeln und Entspannung statt Abgasen, Smog und Stau.

Ganz konkret könnte der Vorsatz so lauten: Ich will Xmal die Woche mit dem Fahrrad in die Arbeit fahren.

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2017 werden unsere Vorsätze Wirklichkeit!

Lasst uns einfach anfangen etwas zu verändern.

Das neue Jahr wird grün!

 


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